Die Rechtslage bei MIDI-Files

Die musikalischen Rechte:

  • Die musikalischen Rechte an MIDI-Files liegen bei den jeweiligen Komponisten, Textern und Verlagen.
  • Diese Rechte bleiben bis zum 70. Todestag des Schöpfers bestehen.
  • Wer MIDI-Files in welcher Form auch immer publiziert, muss die Urheberrechts-Tantiemen an die landeseigene Verwertungsgesellschaft, in Deutschland ist das die GEMA, abführen.
  • Das sind ca. 12% des Verkaufspreises, bzw. eine Mindestvergütung von 0,0511 € pro angefangene 3 Minuten für jedes verkaufte oder heruntergeladene MIDI-File.
  • Die Mindestvergütung wird auch oder gerade bei verschenkten MIDI-Files fällig.
  • Für die Abrechnung mit der GEMA muss vorher ein Vertrag mit der GEMA abgeschlossen werden.
  • Dies alles betrifft nicht die Eigenkompositionen eines Nicht-GEMA-Mitglieds.

Die Rechte der Hersteller:

  • Der Arrangeur des MIDI-Files, bzw. die ihn beauftragt habende Firma, besitzt das alleinige Recht an der Verbreitung des von ihm produzierten MIDI-Files.
  • Bei einer nichtlegalisierten Verbreitung seiner MIDI-Files hat der Hersteller nicht nur das Recht auf sofortige Unterlassung, sondern kann auch Schadensersatz fordern.
  • Da Polizei und Gerichtsbarkeit immer sensibler und kompetenter an den Themenkomplex „Software-Piraterie“ herantreten, werden zunehmend schnellere und härtere Urteile gesprochen.
  • Wie in allen Dingen unseres Lebens, schützt auch hier Unwissenheit vor Strafe nicht.
  • Die zu erwartenden Konsequenzen hängen von dem angerichteten Schaden (Menge der heruntergeladenen MIDI-Files multipliziert mit dem durchschnittlichen Verkaufspreis), der Vorsätzlichkeit und der wirtschaftlichen Motivation ab.
  • Richtig teuer wird es übrigens nicht einmal durch die verhängte Strafe, sondern durch die eigene und die gegnerische Anwaltsrechnung und die vom Streitwert abhängigen Gerichtskosten.

Ausführlicher Text (zurück)